Kammermusik auf höchstem Niveau – summerwinds in Draiflessen
Rund 210 Gäste folgten am Sonntag der Einladung nach Draiflessen und erlebten in Saal 1 ein Konzert, das musikalische Exzellenz und die besondere Atmosphäre des Hauses auf eindrucksvolle Weise miteinander verband. Im Rahmen des Summerwinds Münsterland Festivals gastierte ein exquisit besetztes Septett in Mettingen und begeisterte mit feinster Kammermusik.
Eröffnet wurde der Abend gemeinsam durch die Festivalintendantin Dr. Susanne Schulte und Niklas Berger, Leiter Veranstaltungsmanagement bei Draiflessen. In ihrer Begrüßung würdigten sie die seit vielen Jahren bestehende Zusammenarbeit mit dem Summerwinds Festival und unterstrichen die Bedeutung dieser Partnerschaft, die regelmäßig hochkarätige Musikerinnen und Musiker ins nördliche Münsterland führt.
Den ersten Teil des Konzerts prägte Conradin Kreutzers (1780-1849) Grand Septet in Es-Dur, op. 62. Hoch konzentriert folgte das Publikum dem ebenso sensiblen wie virtuosen Zusammenspiel der sieben hochkarätigen Instrumentalistinnen und Instrumentalisten. In der hervorragenden Akustik von Saal 1 fand selbst der zarteste Ton seinen Weg durch den Raum und entfaltete seine Wirkung. Das perfekt austarierte Ensemble aus Sebastian Manz (Klarinette), Franziska Hölscher (Violine), Wen Xiao Zheng (Viola), Friedrich Thiele (Violoncello), Felix Klieser (Horn), Hanno Dönneweg (Fagott), Dominik Wagner (Kontrabass) ließ jede musikalische Stimme leuchten und machte die besondere Klangfarbe dieser Besetzung unmittelbar erfahrbar.
Zur intensiven Musikerfahrung trug auch die einzigartige Kulisse bei. Während die Musik den Saal erfüllte, schweifte der Blick immer wieder aus dem Konzertsaal in das sommerliche Grün des Draiflessen Parks. Die Verbindung von Architektur, Landschaft und Klang schuf einen Rahmen für vertieften Musikgenuss. Treffender hätte es Festivalintendantin Dr. Susanne Schulte kaum formulieren können: „Konzerte bei euch sind für mich wie Urlaub.“
Der begeisterte Applaus nach Kreutzers Septett ließ bereits vor der Pause keinen Zweifel an der Wirkung des Konzerts. Im Foyer genossen die Gäste persönliche Begegnungen, kleine Köstlichkeiten der Bar und das Ambiente dieses einzigartigen Konzertorts – und damit genau das, wofür meetMUSIC steht.
Mit Ludwig van Beethovens (1770-1827) berühmtem Septett in Es-Dur, Op. 20, folgte nach der Pause ein Werk, das bis heute zu den beliebtesten Kompositionen der Kammermusikliteratur zählt. Erneut zeigte das Ensemble seine außergewöhnliche Klasse und fesselte das aufmerksam lauschende Publikum bis zum letzten Ton.
Der lang anhaltende Schlussapplaus war Ausdruck eines Konzerterlebnisses, das noch lange nachklingen wird. Einmal mehr erwies sich Draiflessen als ein Ort, an dem hochkarätige Künstlerinnen und Künstler, ein neugieriges Publikum und ein besonderes Ambiente auf ideale Weise zusammenfinden. So wurde Musik an diesem Abend tatsächlich zu einem kleinen Urlaub vom Alltag.










