Zwischen Seele, Groove und ganz viel Gefühl
Manche Abende bleiben – nicht laut, nicht spektakulär, sondern leise nachhallend. Genau so ein Abend war das Konzert von Phil Siemers in unserem Konzertsaal.
Mit einer lässigen Mischung aus Soul, Blues und Jazz eröffnete der Hamburger Singer-Songwriter gemeinsam mit seiner Band einen Raum, in dem Worte fließen statt zu stolpern. Persönlich, ehrlich, nahbar – Siemers erzählt von Beziehungen, vom Schweigen und vom Mut, weiterzugehen. Und schon nach wenigen Takten wird klar: Hier hört nicht nur ein Publikum zu, hier wird mitgefühlt.
Musikalisch trägt ihn eine Band, die mehr als Begleitung ist. Gitarrist Lars Ehrhardt setzt markante Blues-Akzente, während Keyboarder Markus Schröder den Songs Tiefe, Groove und feine dramaturgische Bögen verleiht. Bass (Olli Karstens) und Schlagzeug (Wanja Hasselmann) bilden dabei das ruhige, verlässliche Fundament – mal zurückhaltend, mal treibend – und geben dem Sound genau die Wärme und Dynamik, die ihn so unmittelbar wirken lässt. Alles greift ineinander – souverän, unaufgeregt, auf den Punkt.
Einen besonderen Moment schenkt zu Beginn Louka (Lisa Marie Neumann), die mit jazziger Stimme und feinem Gespür für Zwischentöne eine ganz eigene Atmosphäre schafft. Ihre Songs kreisen um Selbstzweifel und Selbstvertrauen – und treffen damit direkt ins Herz.
Der Draiflessen-Saal wird an diesem Abend zum Club: 150 Gäste, aufmerksam, entspannt, ganz bei sich. Zwischen leisen Zwischentönen und kraftvollen Refrains entsteht ein Miteinander, das man nicht planen kann – aber genau deshalb so wertvoll ist.
Vielleicht liegt darin auch die besondere Qualität dieses Konzerts: dass es die große Welt für einen Moment draußen lässt und stattdessen Raum schafft für das, was uns verbindet.
Und genau darum geht es bei meetMUSIC.







